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Salz - der größte Hebel für unsren Blutdruck?

Nahaufnahme von grobem Meersalz in einer Holzschale

Salz war vor einigen Jahrhunderten ein unverzichtbares Gut. Ohne moderne Kühlmethoden war es das wichtigste Mittel, um Lebensmittel haltbar zu machen. Fleisch, Fisch und Gemüse wurden mit Salz eingerieben oder eingelegt, um die Vermehrung von Bakterien zu verhindern. So konnte Nahrung über Wochen oder sogar Monate konserviert werden. Klar, überleben ist wichtiger als einen niedrigen Blutdruck zu haben. Heute hingegen werden sämtliche Nahrungsmittel extrem stark gesalzen was gesundheitliche Probleme mit sich bringt.


Die chemische Struktur von Salz und seine Funktion im Körper


Salz besteht chemisch aus Natrium (Na) und Chlorid (Cl) und wird als Natriumchlorid (NaCl) bezeichnet. Diese Verbindung ist nicht nur ein Gewürz, sondern erfüllt im Körper lebenswichtige Aufgaben. Natrium ist ein Elektrolyt, der für die Regulierung des Wasserhaushalts, die Übertragung von Nervenimpulsen und die Muskelkontraktion notwendig ist. Chlorid unterstützt z.B. die Bildung von Magensäure, die für die Verdauung wichtig ist.


Unser Körper benötigt eine gewisse Menge Salz, um diese Funktionen aufrechtzuerhalten. Doch zu viel Natrium kann den Blutdruck erhöhen und das Herz-Kreislauf-System belasten.


Warum zu viel Natrium den Blutdruck steigen lässt


Natrium zieht Wasser in die Blutgefäße, das nennt man osmotischer Druck, was das Blutvolumen erhöht. Wenn zu viel Natrium im Blut ist, versucht der Körper, das überschüssige Salz aus den Blutgefäßen zu entfernen. Du kannst es dir vereinfacht vorstellen, dass dein Körper das ganze "Salz" wieder herauspressen will.


Das führt natürlich zu einem höheren Druck auf die Gefäßwände – der Blutdruck steigt. Langfristig kann das Herz dadurch überlastet werden und das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall steigt ebenfalls.


Eine interessante Studie untersuchte einen Stamm von Native Americans, die fast kein Salz über die Nahrung aufnehmen. Bei diesen Menschen blieben die systolischen und diastolischen Blutdruckwerte von Jugendlichen und Erwachsenen konstant niedrig, unabhängig vom Alter. Das zeigt deutlich, wie stark der Salzkonsum den Blutdruck beeinflusst.


Augenhöhe Blick auf eine Auswahl von salzreichen Lebensmitteln auf einem Holztisch
Salzreiche Lebensmittel wie Chips, Salzstangen und Käse gilt es zu vermeiden. Nicht nur weil zu viel Salz drin ist!!!

Empfohlene Tageshöchstdosis und Beispiele aus der Ernährung


Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, nicht mehr als 6 Gramm Salz pro Tag zu konsumieren. Das entspricht etwa einem Teelöffel Salz. Viele Menschen überschreiten diese Menge jedoch deutlich.


Wenn wir Käse als Beispiel nehmen liegt bei klassischen Schnittkäsesorten (wie Gouda, Edamer, Tilsiter) Cheddar oft an der Spitz bei einem Salzgehalt von ca. 1,5 bis 1,8 Gramm pro 100 Gramm. Ebenfalls sehr salzhaltig sind würzige Bergkäse oder Appenzeller oder Hartkäse mit ähnlichen Werten. Pro Scheibe Käse nehmen wir also bereits bis zu 1g Salz zu uns.


In einer Tüte Chips befinden sich übrigens bis zu 4 Gramm.


Lebensmittel mit besonders hohem Salzgehalt


  • Fertiggerichte (z.B. Tiefkühlpizza)

  • Wurstwaren (z.B. Salami, Schinken)

  • Käse (besonders Hartkäse wie Parmesan)

  • Chips und salzige Snacks

  • Salzstangen und Brezeln


Diese Lebensmittel enthalten leider oft verstecktes Salz, das schnell zu einer Überdosierung führen kann.


Tipps, um den Salzkonsum zu reduzieren


  • Frisch kochen: Vermeide Fertigprodukte, außerhalb zu essen und bereite Mahlzeiten selbst zu.

  • Würze mit Kräutern: Nutze frische oder getrocknete Kräuter statt Salz zum Würzen.

  • Langsam reduzieren: Deine Geschmacksknospen brauchen Zeit, um sich an weniger Salz zu gewöhnen. Anfangs schmeckt das Essen vielleicht fade, aber nach einigen Wochen wirst du den Unterschied kaum noch merken.

  • Etiketten lesen: Achte beim Einkauf auf den Salzgehalt in Lebensmitteln.


 
 
 

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